Fazit Australien

10 03 2013

Der Fahrcomputer unseres Mietwagens hat mitgezählt! Wir haben hier in 61 Stunden und 31 Minuten reiner Fahrzeit, 3573 km Weg zurückgelegt (Karsten am Steuer, Denise als Reiseleiter auf dem Beifahrersitz). Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch des Mietwagens (Hyundai Accent Sedan 1,6) lag bei 6,9 l/100 km.

Sydney - Führung durch das Parlamentsgebäude von NSW

Wir waren froh, für die 1000 km weite Entfernung zwischen Sydney und Melbourne vier Wochen Zeit gehabt zu haben. Die Distanzen zwischen sehenswerten Orten sind hier grundsätzlich groß, aber es gab auch eine Menge zu sehen. Und gerade die Abstecher von der Küste weg ins Hinterland haben uns gefallen – schnell ist man hier abseits von den typischen Touristenwegen unterwegs. Gegenüber unserem Aufenthalt 2008 haben wir jetzt eine Menge australischer Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können. Mit Tasmanien, dem Outback und den Wellensittichen müssen wir uns wohl bei unserem dritten Australienaufenthalt verabreden Zwinkerndes Smiley.

Unser Weg von Sydney nach Melbourne lässt sich gut anhand unserer Quartiere nachverfolgen:

Ü-Datum Quartier Z-Typ AUS$ p.Nacht
11./12./13.2. YHA Sydney Central + 4er 86
14./15.2. YHA Blue Mountains (Katoomba)++ D 81
16./17.2. YHA Glebe (Sydney) – 3er 66
18./19.2. YHA Hunter Valley (Cessnock) o 4er 64,50
20./21.2. YHA Bundanoon +++ D 68,50
22./23.2. Best Western Motel Nowra D 107
24./25.2. YHA Canberra ++ 4er 74
26./27./28.2 YHA Thredbo ++ T 70
1./2.3. YHA Merimbula +++steht zum Verkauf D 70
3./4.3. YHA Foster ++ steht zum Verkauf D 60
5./6./7.3. YHA Apollo Bay +++ 4er 70
8./9.3. YHA Melbourne Central + T 90
10.3. IBIS Budget Airport Hotel D 114

Legende: Ü-Datum = Übernachtungsdatum, Z-Typ = Zimmertyp (D=Doppel, T=Twin, 4er = gemischtes Viererzimmer)

YHA Blue Mountains

Wir sind nach unseren positiven Erfahrungen mit den BBH-Hostels in Neuseeland hier in Australien der Hostel-Welt treu geblieben. Die von uns mit +++ markierten Hostels würden wir auch weiterempfehlen. Ansonsten waren die YHA für uns die günstigste Variante durchs Land zu reisen (bei den Motels wäre der Preis fast doppelt so hoch gewesen). Im Vergleich zu den BBH-Unterkünften waren die YHA teurer (insbesondere in den Großstädten) und in ihrer Aufmachung und Ausstattung wiesen sie wenig Unterschiede auf. Sie waren nichts Besonderes, boten aber solide, saubere Übernachtungsmöglichkeiten.  Außerdem konnten wir immer die Gemeinschaftsküchen nutzen (Kochherd, Mikrowelle, Kühlschrank) und uns mit anderen Reisenden über alles Mögliche und Unmögliche austauschen. Für letzteres gibt es in Motels und Hotels oft nicht viele Gelegenheiten. Am Wochenende waren die YHA oft voll ausgebucht, so dass eine rechtzeitige Vorausbuchung notwendig wurde, wollte man nicht in teureren Ausweichquartieren landen.

YHA Merimbula

Zum ersten Mal haben wir auf unserer Weltreise regelmäßig für Internetzugänge bezahlt. Die YHA boten Konditionen für das Global Gossip System (WiFi) an, die z.B. für 7 Tage mit 15 AUS$ zu Buche schlugen und in anderen YHA  weiterverwendet werden konnten (Ausnahme: Merimbula). Günstig war das Ganze nicht, aber komfortabel. Und bei den Begrenzungen auf 50GB pro Tag bei McDonalds, bot sich so ein Weg, die großen Datenmengen für die Fotosicherung ins Netz zu bekommen.

Ja, wir haben erst das Känguru beobachtet und dann Teile von ihm verspeist (nicht vom gleichen und nicht von einem lebenden!). Schreibt sich hier irgendwie komisch auf, aber das Angebot im Supermarkt und der BBQ-Grill im YHA sowie unsere Neugier hatten uns verführt. Die Wiederholungsgefahr ist jedoch gering – unser Favorit bleibt Fleisch vom Strauß.

Känguru-Steak

Nun wechseln wir den Kontinent und die nächsten Nachrichten gibt es von uns aus Südostasien. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht …

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Viele liebe Grüße senden euch eure Weltenbummler
Denise & Karsten



Great Ocean Road (250 km)

9 03 2013

Hier ein typisches Bild, wie es sich uns wiederholt an der australische Küste geboten hat (unendliche Weiten, weißer Sand, wenig Menschen – Entspannungsfeeling pur). Nur eins ist hier für unseren Aufenthalt untypisch – die relativ ruhige Tasman Sea.

Wilsons Promontory NP - Squeezy Beach

Meistens haben wir das Meer aufgewühlt und mit kräftigen Wellen erlebt. Vielleicht kann das folgende kurze Video einen Eindruck davon vermitteln.


YouTube Direkt

Nachdem wir von Foster kommend, das erste Mal Melbourne ohne Zwischenstopp durchfahren hatten, ging es über die Great Ocean Road nach Apollo Bay. Dort angekommen, befanden wir uns ungefähr in der Mitte der rund 250 km langen Great Ocean Road.

Great Ocean Road

Apollo Bay war eine ideale Ausgangsbasis für unsere dreitägigen Erkundungen entlang dieses besonders schönen Küstenabschnittes westlich von Melbourne.

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Die “Zwölf Apostel” haben wir uns selbstverständlich auch angesehen. Von den ehemals  zwölf Aposteln, bis zu 60 m hohe im Meer stehende Kalksteinfelsen, existieren heute noch acht. Aber auch deren Zeit vergeht aufgrund der starken Erosion.

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Gleich in der Nähe der Apostel haben wir die Chance genutzt, uns mit der Kraft der Wellen zu messen. Wir waren Gewinner und Verlierer zugleich. Die Kraft der Wellen ist selbst in Ufernähe so gewaltig, dass sie uns wiederholt umgeworfen hat. Wenn das nicht geschah, war der Sog des Meeres so groß, dass wir uns mit großer Mühe dagegen wehren mussten, nicht ins Meer hinausgezogen zu werden. Für Erwachsene ein Kraftakt mit Spaßfaktor (deshalb fühlten wir uns auch als Gewinner), für Kinder könnte das lebensgefährlich sein.

Und als wir mal wieder genug Wasser und Strand gesehen hatten, ging es zur Abwechslung in den Regenwald bzw. auf Koala-in-freier-Wildbahn-Suche. Bei letzterem hat Denise bei 33 aufgehört zu zählen – d.h. wir waren mehr als erfolgreich.

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Auf unserer Koala-Suche hätten sich auch Warnschilder am Straßenrand als hilfreich erweisen können. Dieses jedoch stiftete kurz Verwirrung, um dann für Belustigung zu sorgen.

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Und so sehen die Eukalyptusbäume aus, auf denen die Koalas leben. Entdeckt ihr den Koala hier? Es war ein wenig, wie beim Pilze suchen. Wenn man erst einmal den Blick für das Gesuchte geschärft hatte, sah man es sehr schnell.

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Von Apollo Bay und der Great Ocean Road ging es dann nach Melbourne. Diese Metropole erwartete uns mit 36°C (im Hostelzimmer sogar gefühlte 40°C und keine Klimaanlage, nur ein Lüfter) und Parkplatzpreisen, die exorbitant hoch waren (76 AUS$ = 60 €). Zum Glück fanden wir eine Lösung, die uns nur 20 AUS$ für zwei komplette Tage kostete. Aber jetzt verstehen wir, warum die Parkhäuser in Melbourne eigene Internetauftritte haben. Sind ja so eine Art “Luxus-Etablissement” Zwinkerndes Smiley.

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Ansonsten verschafften wir uns einen Eindruck von der Stadt, wobei wir zum ersten Mal einen Stadtspaziergang –> “Free Melbourne Walking Tours” nach der Hälfte des Weges abbrachen, weil der Guide eher schwach war und es somit ein Audio-Guide auch getan hätte. Schade! Eine Stärke haben wir jedoch trotz der Kürze der Zeit entdeckt, kulinarische Köstlichkeiten, in Hülle und Fülle – echt Klasse!

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Melbourne, so leid es uns tut – das Rennen im Städtevergleich hat Sydney bei uns gemacht. Aber du hast Potential! Wir hatten zu wenig Zeit für dich und die klimatischen Rahmenbedingungen waren eindeutig nicht auf deiner Seite.

Nur SO warst du zu ertragen Zwinkerndes Smiley:

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Wir freuen uns jetzt schon auf die letzte Nacht im Flughafenhotel (mit Klimaanlage!!!). Vielleicht ist dies aber auch nur ein Vorgeschmack auf die Temperaturen unserer nächsten Reiseziele, eine Art Trainingslager!?

Vorhersage Bangkok (10.3.-16.3.2013):

Bangkok

Vorhersage Chiang Mai (17.3.-23.3.2013):

Chiang Mai

Ohne Klimaanlage in den Unterkünften geht da wohl nichts. In Deutschland ist es zu kalt und hier zu heiß … typisch!

Trotzdem freuen wir uns schon auf Asien, denn gleich in Thailand gehen wir ins Elefantencamp (auch der Umgang mit Dickhäutern will gelernt sein Zwinkerndes Smiley und für Anne & Benny: lest mal diesen Zeit-Artikel, wobei wir das Baumstämmeschieben weglassen!) und ein Kochkurs wird unsere Fertigkeiten bezüglich der asiatischen Küche auf ein neues Niveau katapultieren Zwinkerndes Smiley.

Liebe Grüße senden euch eure Weltenbummler
Denise & Karsten



Wildlife in Australia

7 03 2013

Irgendwie ist es gelungen, die Schlechtwetterfront hinter uns zu lassen und nun strahlt seit einer Woche wieder die Sonne und Australien hat uns eingeladen, die Tierwelt zwischen New South Wales und Victoria zu entdecken. Und wir freuen uns wie kleine Kinder, den Schnabeligel, die vielen Papageienarten, die Kakadus, die Koalas und Kängurus hier in freier Wildbahn zu suchen, zu finden und zu beobachten.

WildlifeAustralien

Hier ein paar Eindrücke von unseren Begegnungen:

Und am Hafen der Apollo Bay konten wir dann noch in Ufernähe zwei Stachelrochen beobachten. Ihre Größe war enorm (so breit, wie wir, mit seitlich ausgestreckten Armen).

Stachelrochen

Liebe Grüße senden euch eure Weltenbummler
Denise & Karsten

P.S.: Alle Kreditkarten sind nun wieder benutzbar. Zwinkerndes Smiley