1 Jeep, 1 Guide, 6 Touristen drei Tage lang in der “Salzwüste” unterwegs

31 10 2012

Nach unserem sehr schönen Aufenthalt in Copacabana, der auch einen Tagesausflug auf die wunderschöne Isla del Sol beinhaltete (siehe Fotogalerie) sind wir in Bolivien mit einem kurzen Zwischenstopp in La Paz nach Uyuni (Salar de Uyuni)  weitergefahren.

Salar de Uyuni

Die Reise dorthin war eine zwölfstündige Nachtfahrt in einem unkomfortablen Bus von  Trans Omar. Die letzten 150 Kilometer ging es dann auch noch über eine Schotterpiste. Alle Glieder wurden stundenlang durchgeschüttelt und der permanent unterbrochene Schlaf war nicht erholsam. Wenigstens haben wir im Bus nicht gefroren. Vielleicht hätten wir doch nicht die 10 € pro Person sparen sollen  und einen gut gefederten Touristenbus mit Bordtoilette buchen sollen, andererseits wäre uns dann das Reisefeeling der Bolivianer entgangen. Wie so oft, für und wider … Jedenfalls kam der Bus morgens pünktlich mit einer Stunde Verspätung 😉 in Uyuni an. An der Bushaltestelle warteten bereits Schlepper der unterschiedlichen Anbieter, um potentielle Kunden für ihre Touren zu akquirieren. Wir hatten uns vorab bereits für ein Unternehmen entschieden, das im Internet gute Bewertungen erhalten hatte (Expediciones Empexsa). Preislich lag es im unteren Mittelfeld der Angebote, die von ca. 600 bis 1200 Bolivianos pro Person reichten (1 € = 8,89 Bolivianos). Somit begaben wir uns sehr zielstrebig zu dessen Agentur in der Stadt, ließen uns dort die Details der Tour erklären, feilschten noch etwas um den Preis, rüsteten uns mit bolivianischem Geld vom Automaten aus und gingen dann erst einmal im benachbarten Hotel duschen. Nun waren die Strapazen der Nacht vergessen und wir waren tourbereit!!!

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Hier unsere kleine Expeditionsgruppe: Bild1: unser bolivianischer Fahrer, Koch und Tourguide: Theo; Bild2: zwei Schweizer (Stephan und Antoinette), zwei Deutsche (wir) und zwei Japaner (Koji und Amy). Insgesamt eine sich sehr gut verstehende, harmonische, kleine Gruppe (die Tourbeschreibung aus schweizer Perspektive findet ihr hier).

Unsere 3-tägige Tour verlief in einer Höhe zwischen 3500 m und 5200 m. Wir befuhren den mit 10.000 km² größten Salzsee der Welt – den Salar de Uyuni. Dieser liegt außerhalb der Regenzeit von Juni bis Dezember trocken und ist somit begeh- und befahrbar.

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Anschließend ging es in den angrenzenden Bolivianischen Nationalpark mit seinen vielen Lagunen. Hier konnten wir die dort lebenden Flamingos aus nächster Nähe beobachten.

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Eine Nacht verbrachten wir im Doppelzimmer im Salzhotel (Salz als Baumaterial!) und eine Nacht in einer sehr einfachen Unterkunft zu sechst in einem Zimmer ohne fließend Wasser und Heizung. Zum Glück müssen wir so nicht immer leben …

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Am nächsten Morgen ging es in aller Frühe zu den Geysiren. Geräusch- und geruchsmäßig war der Teufel hier zu Gange … beeindruckend, auch so etwas hatten wir bisher nicht erlebt.


YouTube Direkt

Um die Mittagszeit des dritten Tour-Tages wurden wir an der Grenze zwischen Bolivien und Chile im Nirgendwo abgesetzt.

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Ein chilenischer Bus brachte uns nach San Pedro de Atacama. Über TripAdvisor haben wir unser Quartier gefunden, das wir auch gern weiterempfehlen: das Hostal Tuyasto. Hier hätte man gut 4-5 Tage verweilen können, denn auch die beliebte kleine Wüstenstadt San Pedro de Atacama mit ihren vielen gemütlichen Restaurants und Cafés lädt zum Verweilen ein. Wenigstens haben wir am Abend noch mit den beiden Schweizern Antoinette und Stephan schön zu Abend gegessen und über Gott und die Welt gesprochen. – Einen lieben Gruß an euch beide und wir freuen uns schon, euch in Deutschland nach unserer Rückkehr als Gäste begrüßen zu dürfen. –

Aber wir hatten ein Busticket für den nächsten Tag erworben und somit war unser erster Aufenthalt in Chile schnell wieder zu Ende und nach einer weiteren zehnstündigen Fahrt landeten wir in Salta. Hier in Argentinien werden wir uns den gesamten November über aufhalten.

Ansonsten hier wie immer ein paar Impressionen von unserer 3-tägigen Salar de Uyuni Tour.

Liebe Grüße von euren Weltenbummlern

Denise & Karsten

P.S.: Auf den ersten Blick erscheint Argentinien fortschrittlicher als Peru und Bolivien zu sein. Na, mal sehen…



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1 Antwort zu “1 Jeep, 1 Guide, 6 Touristen drei Tage lang in der “Salzwüste” unterwegs”

  • Evi sagt:

    Hallo Ihr 2!
    Danke für eure Berichte mit den schönen Bildern aus der Salzwüste und Geysiren usw. Toll was ihr alles zu sehen bekommt. Was die Natur so alles geschaffen hat. Man muß bloß ein Auge dafür haben.
    Christa und Achim habe ich alles berichtet. Lassen euch schön grüßen und alles gute weiter von uns.
    Hatten heute am Tag noch 10°C. So kann es noch weiter gehen.

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